Labradorzucht of Cleverbrain

 

 

Gesundheit/Zucht


Unser Ziel ist es, Familientaugliche, wesensfeste Labradore zu züchten, die vielseitig einsetzbar und leichtführig sind. Die eine Verwendung für Hundesport, Dummyarbeit oder im Therapiebereich finden können, aber dennoch ein idealer Begleiter für die Familie ist, mit viel "will to please" dem Besitzer gefallen wollen.

Der "Dual purpose" Labrador vereint für uns diese Voraussetzungen, bringt sowohl die äußerlichen typischen Eigenschaften mit, ohne extreme Masse und unbeweglichkeit, aber auch keine extrem zierlichen gestalten.

Vordergründig für unsere Zucht sind neben einem festen und lieben Wesen, die gesundheitlichen Aspekte. Erst nach erfolgter Untersuchungen wie das Röntgen auf HD/ED und zahlreiche erbliche, rassetypische Krankheiten durch einen Gentest,werden unsere Hunde für die Zucht eingesetzt.

Wir züchten nur mit HD:A max HD:B  und ED: freien Hunden, um die besten gesundheitlichen Voraussetzungen für unsere Nachzuchten zu haben.

Aber auch bei der Zucht mit gesunden Eltern, kann leider kein Züchter 100% gesunde Welpen garantieren, im laufe des Wachstum könnte trotzdem eine HD oder ED bei den Nachkommen entstehen. Der Erbgang ist komplex und das Auftreten dieser Gelenkserkrankungen wird durch falsche Haltung, Bewegung und Fütterung begünstigt. Eine übermäßige Belastung während des Wachstum, extremes Toben, am Fahrrad laufen lassen ect. und eine falsche Ernährung spielen bei der Entstehung von Gelenkproblemen auch eine große Rolle. Als Welpenbesitzer tragen Sie selbst viel dazu bei, dass Ihr Hund gesund aufwächst.

Wir empfehlen deshalb eine Röntgenuntersuchung, im Alter ab 15-18 Monate, auch bei Ihrem Hund vornehmen zu lassen. Es gibt Ihnen Sicherheit für die zukünftige Beanspruchung und für uns als Züchter wichtige Werte für die weitere Zucht!


Die häufigsten Erbkrankheiten:

Beim Labrador gibt es, wie bei vielen anderen Hunderassen auch, rassespezifische Erbkrankheiten, auf Laboklin.com sind alle zu finden, ich habe hier nur die häufigsten aufgeführt.

Die HD- Hüftgelenksdysplasie, ist eine Fehlbildung der Hüftgelenke, die bei fast allen Rassen (auch Mischlinge) auftreten kann, jedoch am häufigsten bei den großwüchsigen Rassen eine Rolle spielt. Die genetische Veranlagung kann bis heute nur vermutet werden. Hier spielt auch die Aufzucht und Ernährung eine Rolle bei der Ausprägung dieser Fehlbildung. HD tritt meistens beidseitig auf und kann je nach Schwere, keine bis starke Einschränkungen im Bewegungsablauf und starke Schmerzen mit Arthrosebildung verursachen. Maßgebend für ein gesundes Wachstum ist jedoch, das starkes Übergewicht und übermäßige Belastungen im Welpenalter vermieden werden. Ebenso kann eine HD durch falsche und übermäßige Ernährung verschlimmert oder sogar ausgelöst werden. Selbst durch Verpaarungen von HD freien Zuchttieren, gibt es "keine Garantie"  für HD freie Nachkommen. Auch eine seit Jahrzehnten gezielte Selektion, durch Zuchtausschluss betroffener Tiere, ist auch heute noch die HD weit verbreitet.  

 

Die ED- Ellenbogendysplasie, gehört ebenfalls wie die HD zu den vermuteten erblichen Dysplasien, tritt aber anders als bei der HD, auch Belastungs-und oder unfallbedingt auf. Hier ist es sehr schwierig tatsächlich zu beurteilen, wodurch eine ED tatsächlich entstanden ist. Hauptfaktoren sind auch falsche Fütterung sowie übermäßige Belastung während der sensiblen Wachstumsphase des Welpen. Man geht davon aus, das zu schnelles Wachstum durch übermäßige Ernährung und Überbelastung eine Fehlentwicklung der Ellenbogengelenke hervorruft. Besonders häufig sind Rüden betroffen da sie meist viel schwerer und größer sind als Hündinnen. Es gibt drei verschiedene Erscheinungsformen der ED: FPC (Fragmentierter Processus cronoideus medialis) OCD (Ostechondrosis dissecans) IPA (Isolierter processus anconaeus).Auch bei der ED ist bislang nicht bekannt welche Gene dabei eine Rolle spielen, man geht von einer polygenen Vererbung aus. Auch bei der ED ist es bis heute nicht vollständig gelungen trotz konsequenter Selektion diese auszumerzen.


Die prcd PRA ist eine fortschreitende Netzhauterkrankung des Auges die immer zur Erblindung führt und meistens schon im jugendlichen Alter des Hundes auftritt. Es gibt seit einigen Jahren einen Gentest, der die Erkrankung sicher diagnostizieren kann und sollte inzwischen für jeden Züchter anfälliger Rassen selbstverständlich sein. Da die prcd PRA autosomal rezessiv vererbt wird, kann kein Nachkomme daran erkranken, wenn beide Elterntiere erbgesund sind. Ist ein Elterntier beispielsweise Träger dieser Erkrankung werden die Nachkommen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken können jedoch zu 50% selbst Träger sein.

Myopathie (centronuklear myopathie) ist eine Muskelschwäche, die häufig bei Belastung auftritt. Betroffene Hunde haben einen steifen Gang und abnormale Haltung, unter Belastung kann eine Muskelatrophie auftreten die bekannt ist als Muskelschwund. Auch für diese Erbkrankheit kann ein Gentest Aufschluss geben, ob diese Erkrankung in den Erbanlagen der Elterntiere vorhanden ist. Auch hierbei handelt es sich um eine autosomal rezessive Vererbung.  

 

EIC-(exercise indused collapse) ist eine neuromuskuläre Muskelschwäche und betrifft häufig die Hinterhand. Betroffene Hunde kollabieren nach Anstrengungen oder Stress und können sich nicht mehr aufrichten oder haben einen steifen und schaukelnden Gang. Seit kurzer Zeit gibt es auch für die Erkrankung einen Gentest und wird autosomal rezessiv vererbt.

 

HNPK- (Hereditäre Nasale Parakeratos)

Bei der Nasalen Parakeratose handelt es sich um einen Gendefekt, der zu einer Austrocknung der Hundenase führt. Vor allem auf der oberen Seite (dorsaler Nasenspiegel) bildet sich eine trockene, borkige Hautschicht, die mit der Nase verbunden ist und sich nicht ablösen lässt. Es können sich Risse bilden, die sekundäre Infektionen durch Bakterien nach sich ziehen. Auch eine Aufhellung des dunklen Nasenspiegels kann beobachtet werden.
Erste Symptome treten im Alter von 6 Monaten bis einem Jahr auf. Eine symptomatische Behandlung mit Vaseline, Propylenglycol- oder Salicylsäurehaltigen Produkten kann bei der Auflösung der trockenen Borken helfen. (Quelle Laboklin)

 

OSD-Die retinale Dysplasie (RD) oder retinale Falten sind eine relativ häufige klinische Beobachtung bei vielen Hunderassen, die per se keine Zuchteinschränkung bedeutet. Beim Labrador jedoch kann die retinale Dysplasie mit einem ernsthaften Syndrom, der Okulo-Skeletalen-Dysplasie, kurz OSD, verknüpft sein. OSD geht einher mit Skelettmissbildungen, verkürzten Gliedmaßen (Zwergwuchs), sowie frühzeitiger Erblindung. Die Erblindung resultiert aus einer generalisierten Missbildung der Retina, die eine teilweise oder vollständige Ablösung der Netzhaut und Katarakt verursacht.
Der Erbgang ist bislang noch nicht völlig geklärt. (Quelle Laboklin)
 

 

SD2- Skeletale Dysplasie 2 (Zwergenwuchs) ist eine Erbkrankheit beim Labrador, die zu einem frühzeitigen Stillstand des Knochenwachstums der langen Röhrenknochen führt. Anders als bei anderen Formen des Zwergenwuchses entstehen so „disproportionierte“ Hunde. Diese erkennt man an verkürzten Vordergliedmaßen und überbauter Hinterhand, bei unveränderter Rumpflänge und -tiefe.
Betroffene Hunde zeigen nach bisherigem Kenntnisstand keine gesundheitliche Probleme wie missgestaltete Genitalien oder neuronale Erkrankungen. (Quelle Laboklin)